Biofolien sind ein globaler Wachstumsmarkt

 

Biobasierte und biologisch abbaubare Folien bei Polyden

Seit mehr als 20 Jahren extrudieren wir biobasierte und biologisch abbaubare Bio-Mulchfolien, Bio-Antitaufolien und Bio-Verfrühungsfolien für die Landwirtschaft. Nach erfolgter Ernte werden diese Folien eingepflügt und zersetzen sich bis zur nächsten Saison biologisch. Die Einholung, Säuberung und Entsorgung alter Folien entfällt und spart Kosten.

 

Bio-Beutel und Bio-Säcke für Haus-Abfall und die Bio-Tonne

Bio-Beutel für den Bio-Abfall und Bio-Säcke für die Bio-Tonne in bester Qualität gehören zu unserem Standardprogramm. Sie erhalten diese in den Größen 15, 80, 120 und 240 Liter.

 

Biofolien für industrielle Anwendungen

Mit neuesten Rezepturen lassen sich vielfältige industrielle Anwendungen realisieren. Biofolien erreichen heute hohe Transparenz, Schweißfähigkeit, Reiß- und Zugfestigkeit und haben ähnliche Eigenschaften wie klassische PE-Folien.

 

Was sind eigentlich Biofolien

Zunächst sind die Begriffe Bio-Kunststoff und Bio-Folie nicht geschützt. Wir werden immer öfter mit begrüßenswerten Anfragen konfrontiert wie: "Wir wollen unsere Folien umstellen auf Biofolien, also biobasierte und biologisch abbaubare Folien - geht das?" Das geht, aber leider nicht immer alles gleichzeitig. Lesen Sie weiter.

 

Biobasierte Folien

Biobasierte Folien bestehen teilweise oder ganz aus nachwachsenden Rohstoffen (NaWaRo). Typische NaWaRo sind Mais, Kartoffeln, Zuckerrohr und Weizen. Der Anteil NaWaRo kann zwischen 20-100% variieren. Gemessen wird der Anteil mit der Radiokarbonmethode (ASTM D6866).

Biobasierte Folien können biologisch abbaubar sein oder auch nicht. Sie haben den großen Vorteil, dass Sie durch die Photosynthese der Pflanzen enorme Mengen CO2 aus der Atmosphäre binden und dem Treibhauseffekt entgegen wirken. Eine Tonne biobasierter Folien kann ein CO2-Äquivalent von bis zu -3 Tonnen CO2 besitzen. Selbst bei einer späteren thermischen Verwertung würde die CO2-Bilanz ähnlich gut ausfallen wie beim Heizen mit Holz.

 

Biologisch abbaubare Folien

Biologisch abbaubare Folien werden nach der Zeit ihres biologischen Abbaus unterschieden. Gemäß der DIN EN 13432 testen Labore nach streng wissenschaftlich Methoden, wie lange 90% biologischer Abbau dauert. Bestätigt und zertifiziert werden  "biologisch abbaubar" (24 Monate),  "Garten kompostierbar" (12 Monaten) und  "Industriell kompostierbar" (6 Monaten). Ferner wird die Desintegration, die physische Zersetzung, gemessen und einige weitere Test durchgeführt (siehe Schaubild unten).

 

 


Bild: Biofolien sind biobasiert und/oder biologisch abbaubar

Biofolien erkennen und Rohstofftypen biobasierter Folien

 

Wie erkennt der Endverbraucher biologisch abbaubare Folien?

An der Folie sieht er es i.d.R. nicht. Also muss ein Zeichen auf die Folie und zwar so, dass der Endverbraucher es unmissverständlich sieht. Der "European Plastics e.V." hat das sogenannte Keimling-Zeichen, den Keimling (englisch: Seeding) erfunden und lizensiert ihn an Zertifizierer. DIN CERTCO und TÜV Austria habe den Keimling in Lizenz genommen und vergeben ihn, mit individueller Nummer für ein Produkt. Die Vergabe des Keimlings entspricht der Zertifizierung "Industriell kompostierbar" (siehe Schaubild oben).

 

Welche Rohstoffe sind in biobasierten und biologisch abbaubare Folien?

Maisstärke und Pflanzenöle sind die Basis der Produktreihe MATER-BI von der Firma Novamont. Wir setzen MATER-BI (Copyright Novamont) für Landwirtschaftsfolien seit 20 Jahren erfolgreich ein. Diese Bio-Landwirtschaftsfolien sind biobasiert und biologisch abbaubar. Je nach Rezeptur, Folienstärke und Bodenbeschaffenheit verrotten die Bio-Landwirtschaftsfolien nach 3 bis 12 Monaten und sind für einjährige Kulturen bestens geeignet. Für zweijährige Kulturen wie Erdbeeren kommen spezielle Rezepturen zum Einsatz - auch das ist möglich. Neueste MATER-BI-Rezepturen eignen sich auch für industrielle Anwendungen wie Zeitungsverpackungen und Obst-/Gemüsebeutel.

Zuckerrohr dient z.B. als Ausgangsstoff für Green-PE (Copyright Braskem) von der Firma Braskem, einem sogenannten Drop-In. Hier wird aus Zucker oder Stärke Bioethanol und daraus Ethylen hergestellt. Ethylen ist auch der Ausgangsstoff aus dem normales PE durch Polymerisation hergestellt wird. Insofern wird in beiden Fällen aus Ethylen Polyethylen hergestellt. Die daraus entstehenden Folien haben sehr ähnliche Eigenschaften, nur ist der Ausgangsstoff für Green-PE Zucker/Stärke und nicht Erdöl/Erdgas. Diese Drop-In Lösungen bestehen aus bis zu 100% NaWaRo und haben selbst bei späterer thermischer Verwertung eine gute CO2-Bilanz. Leider sind die Folien nicht biologisch abbaubar, aber 100% recyclebar.

Milchsäure-basierte Folien (PLA Blends, Polylactic-acid) sind in der Regel biobasiert und biologisch abbaubar. Ausgangsstoffe sind Zuckerrohr (Zucker->PLA) oder Mais, Kartoffeln und Weizen (Stärke->Glucose->PLA). Typische Anwendungen sind Bio-Abfallbeutel, Fruchtbeutel aber auch Bio-Mulchfolien. Je mehr PLA eine Folie enthält, desto schneller versprödet dieses - sie soll ja biologisch abbaubar sein.

 

Biokunststoffe und Biofolien sind ein globaler Wachstumsmarkt

Das IfBB (Institute for Bioplastics and Biocomposites - Hochschule Hannover) prognostiziert Bioplastics ein Wachstum globaler Produktionskapazitäten von 2,05 (2016) auf 9,2 (2021) Millionen Tonnen. In 2017 hatte der gesamte Verpackungsbereich (Feste und flexible) einen Marktanteil von 58%, flexible Verpackungen einen Marktanteil von ca. 25% (Quelle: European Bioplastics, nova-Institute).

 

Sind noch Fragen offen?

Wir beraten Sie gerne an unserem Bio-Folien Telefon 09872 808 18 (Frau Wengler vermittelt Sie zu unseren Spezialisten/-innen).

 

 

INTERESSE an BIOFOLIEN

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